glaubt an große Gesten und hält das für eine Art zuzuhören.
Der Roman · jetzt erhältlich
Alle wollen nach Norden
Das Schiff weiß alles über sie. Nur ihre Familie nicht.
Zur Silberhochzeit schenkt Martin Anna vierzehn Nächte bis Spitzbergen. Gebucht hat er sie nachts, drei Wochen nachdem man die Stelle vergeben hatte, auf die er zwanzig Jahre gewartet hatte. An Bord arbeitet Hannah, sein Patenkind, für die Reederei — und in der Kohorte, die sie auswerten soll, liegt die eigene Familie.
Kindle und Taschenbuch erhältlich — bei Amazon, Thalia und in jeder Buchhandlung · ISBN 978-3-6963-6414-4
Die Geschichte
Vierzehn Nächte. Eine große Geste. Und jemand an Bord, der hinsehen soll.
Martin hat alles gebucht: Balkonkabine, Nordkap, Spitzbergen. Gefragt hat er niemanden. Anna hält die Reise zusammen, wie sie seit fünfundzwanzig Jahren alles zusammenhält, und niemand am Tisch zählt mit.
Hannah, Martins Patenkind, arbeitet an Bord für die Reederei. Sie soll herausfinden, was Gäste wollen, bevor die Gäste es sagen. Zwölf Kabinen bekommt sie zugeteilt. In einer davon wohnt ihre eigene Familie. Sie nimmt sie nicht heraus.
An Bord
Fünf Menschen sehen dieselbe Reise anders.
kennt die Bedürfnisse aller. Ihre eigenen stehen selten auf der Liste.
arbeitet an Bord für die Reederei und findet die eigene Familie in ihrer Kohorte.
beobachtet genauer, als ihre Eltern ahnen.
sammelt Rekorde und stellt Fragen, die sich nicht wegorganisieren lassen.
Aus dem Roman
Komik am Tisch. Kälte im System. Und eine Karte, die zu genau ist.
Drei Ausschnitte zeigen, wie der Roman klingt: zuerst am Familientisch, dann vor einem Bildschirm an Bord — und schließlich an der Stelle, an der das Buch kippt.
01 · Der Toast
Martin hatte den Toast geprobt. Nicht laut, er war kein Verrückter, aber auf dem Weg vom Auto zur Haustür dreimal innerlich, einmal mit Pause an der falschen Stelle, und beim dritten Mal hatte die falsche Stelle sich als die richtige erwiesen, dort zwischen Mülltonne und Fußabtreter.
Es gibt Urlaube. Und es gibt Entscheidungen.
Er machte die Pause. Sie geriet länger als geprobt.
Len, zwölf, sah auf seinen Teller. „Ist da Zwiebel dran?“
02 · Family Connect
Auf dem Bildschirm stand eine Mitteilung der Compagna, freundlich gesetzt, mit dem kleinen Schiffslogo davor.
Marie Berthold (16) ist seit 47 Minuten im Bereich Cortesia Pool 3.
Möchten Sie eine sanfte Erinnerung an unser Family-Connect-Programm versenden?
Darunter zwei Schaltflächen, eine helle und eine, die heller war, damit man wusste, welche gemeint war.
„Das Schiff weiß, wo ich bin“, sagte Marie. Sie sagte es nicht empört, sie sagte es, wie man eine Beobachtung mitteilt, die man noch nicht eingeordnet hat.
03 · Die Karte
Marie hätte weitergehen können. Dann las sie durch den Spalt noch zwei Wörter: Kinderbecken, Drehung. Darunter lag eine Karte in Hannahs sauberer Sprache.
Die Unbeobachtete, 16. Segment: offline. Kauft: Erlebnis. Filmt: nichts. Pain Point: keiner — das ist der Pain Point.
Daneben der Satz, bei dem Maries Atem unregelmäßig wurde: Was wir an ihr lieben würden, wenn sie zahlte.
„Es ist ein Kompliment, eigentlich“, sagte Hannah. Schon beim Wort eigentlich hörte sie, wie falsch der Satz war.
„Du bist nicht die, die zusieht, Hannah. Fremde hätten nicht gereicht. Du hast uns lieb. Das ist das Material.“
Die Route im Buch
Sechs Orte. Keiner bleibt Kulisse.
Im Roman führt die Route von Hamburg bis Spitzbergen und zurück. Jeder Landgang öffnet eine andere Seite der Reise, ohne den Norden zur bloßen Postkarte zu machen. Die Route im Buch ansehen →
Nebel statt Panorama
Für manche eine Enttäuschung. Für andere endlich Ruhe.
TromsøZwei Himmel
Eine Stadt, in der ein Treppenhaus plötzlich wichtiger wird als die Aussicht.
LongyearbyenRegeln am Rand
Hier ist Freiheit ohne klare Grenzen nicht denkbar.
NordkapEnde durch Drehkreuz
Ein Sehnsuchtsort mit Parkplatz, Wettervorbehalt und sehr vielen Kameras.
OldenPostkarte mit Rechnung
Ein Tal, ein Gletscher und eine Schönheit, die nicht harmlos bleibt.
StavangerDer letzte Landgang
Holz, Farbe, Ölgeschichte — und noch einmal Zeit an Land.
Dieselben Häfen liegen als Karten in DRAUMEN, dem Wortspiel zum Buch — mit demselben Wetter: Bergen regenreich, Nordkap windgepeitscht, Molde mildes Licht. In Olden wartet eine Weiche; das erste Wort darüber lässt den anderen Weg zerbrechen.
Der Ort, der nicht auf der Route liegt
Wir wollten doch eigentlich nur nach Borkum.
Ein Satz am Geländer, nördlich von Tromsø. Mehr braucht es dort nicht. Warum Borkum in diesem Roman nach Norden gehört →
Der wahre Hintergrund
Was an Compagna erfunden ist — und was längst Alltag ist.
Compagna ist erfunden. Ihre technischen Bausteine sind es nicht: Reedereien dokumentieren Ortung, Bewegungsdaten und buchbare Familienfunktionen selbst. Die Quellen stehen offen und überprüfbar bereit.
Warum dieses Buch
Warum ich diese Familie auf ein Schiff gesetzt habe.
2011 sah ich Norwegen zum ersten Mal vom Kreuzfahrtschiff aus — auf unserer Hochzeitsreise. Mich beeindruckte beides: die große Landschaft draußen und dieses erstaunlich vollständig organisierte Leben an Bord.
Beruflich beschäftige ich mich mit digitalen Systemen. Mich interessiert, was sie bemerken, was Menschen übersehen — und wann praktische Hilfe beginnt, ein Verhalten zu deuten. Daraus wurde Compagna.
Anna und Martin sollten dabei keine These beweisen. Beide dürfen verletzen, komisch sein und trotzdem verständlich bleiben.
Stephan Buttgereit · Autor von Alle wollen nach Norden und Herausgeber von Norwegen lesen
Ausgaben
Drei Kapitel Zeit für eine Entscheidung.
Die kostenlose Leseprobe führt vom Toast am Familientisch bis zur Einschiffung. Danach gibt es den Roman als Kindle, Taschenbuch bei Amazon und Thalia oder über jede Buchhandlung.
- Termine
- Kindle: 24. Juli 2026 · Taschenbuch: 27. Juli 2026
- Umfang
- 296 Seiten · rund 56.000 Wörter · 20 Kapitel, Epilog und Coda
- Preise
- Taschenbuch 14,99 € · E-Book 8,99 €
- Ausgabe
- ISBN 978-3-6963-6414-4 · Vesterleia Editionen
Rezensionsexemplare, Coverdatei und verlässliche Buchdaten stehen im Pressebereich bereit.